Kellerratten sammeln internationale Turniererfahrung in Afferden
Pascal und Ralf gewinnen Finale
Für die Klever Kellerratten stand am vergangenen Wochenende ein besonderes Highlight auf dem Programm.
Mit Pascal, Ralf, Konrad und Sven nahm der Dartclub erstmals an einem stark besetzten Turnier im niederländischen Café de Pruuver in Afferden teil.
Geplant war ursprünglich die Teilnahme sowohl am Doppelturnier ab 15:00 Uhr als auch am Einzelturnier um 20:00 Uhr. Da sich das Doppelturnier jedoch bis kurz vor 21:00 Uhr zog und erst dann die letzten Finals gespielt wurden, entschieden sich die Kellerratten, auf das Einzelturnier zu verzichten. Andernfalls hätte man bis tief in die Nacht spielen müssen.
Starkes Teilnehmerfeld auf Halbprofi-Niveau
Bereits nach den ersten Spielen wurde deutlich, dass dieses Turnier eine ganz andere Qualität hatte als viele Wettbewerbe auf Hobbybasis. Das Teilnehmerfeld war äußerst stark besetzt.
Viele Spieler bewegten sich konstant bei Averages über 50, einige deutlich darüber. Mit am Start waren auch Q-School-Teilnehmer, die bereits Neundarter geworfen haben und an diesem Abend mit Averages nahe der 100 spielten.
Für die Kellerratten war klar:
Dieses Turnier diente in erster Linie dem Erfahrung sammeln. Fast durchweg traten Vereinsspieler an, was einen völlig anderen Maßstab setzte als bisherige Turniere im Hobbybereich.
Nervöser Start, dann klare Leistungssteigerung
Die Klever gingen mit zwei Doppeln an den Start:
Pascal / Ralf
Konrad / Sven
Beide Doppel verloren ihre Auftaktspiele. Die Nervosität war deutlich spürbar, die Pfeile fühlten sich plötzlich schwerer an und landeten nicht dort, wo sie sollten. Der Druck eines internationalen Turniers mit Zuschauern zeigte Wirkung.
In der zweiten Partie konnten Pascal und Ralf ihren ersten Sieg einfahren, während Konrad und Sven denkbar knapp unterlagen. Danach fingen sich beide Teams sichtbar, legten die Nervosität zunehmend ab und spielten phasenweise genau das Niveau, das sie auch im Training abrufen können.
Turnierbedingungen fordern volle Konzentration
Ein zusätzlicher Faktor war die Art der Auswertung.
Es gab keine automatische elektronische Berechnung, sondern lediglich Laptops, in die die erzielten Ergebnisse manuell eingetragen wurden. Das bedeutete: Rechnen im Kopf, Stellen unter Druck und in entscheidenden Momenten die richtige Entscheidung treffen.
Gerade in Kombination mit Zuschauern, die immer zahlreicher wurden und einzelne Spieler anfeuerten, entstand eine Atmosphäre, die man aus klassischen Hobbyturnieren so nicht kennt. Genau hier zeigte sich der Unterschied zwischen Hobby- und halbprofessionellem Umfeld.
Konrad und Sven sammeln wertvolle Erfahrung
Konrad und Sven verloren zwar ihre weiteren Partien, jedoch mehrfach äußerst knapp. Entscheidend war die Erkenntnis, dass sie mithalten konnten.
Dieses Turnier lieferte wichtige Erfahrung: Spieltempo, Drucksituationen, Kopfarbeit und das Auftreten vor Publikum – alles Aspekte, die man nur unter solchen Bedingungen lernt.
Sensationslauf von Pascal und Ralf
Ralf und Pascal kämpften sich hingegen beeindruckend durch den Turnierbaum. Zwar verloren sie im Verlauf zwei weitere Partien, doch gerade gegen einen der späteren Finalisten der Gewinner-Runde lieferten sie ein echtes Ausrufezeichen.
Nach einer 0:2-Führung des favorisierten niederländischen Duos kämpften sich die Kellerratten zurück, holten ein Leg gegen Spieler, die konstant dreistellig scorten, und hatten im vierten Leg sogar zwei Chancen auf Doppel, um den Decider zu erzwingen. Am Ende ging die Partie zwar mit 1:3 verloren, doch der Auftritt sorgte für großen Respekt.
Besonders bemerkenswert:
Einer der Gegner hatte an der Q-School in Kalkar teilgenommen, dort nur knapp die Tourcard verpasst und bereits einen Neundarter geworfen.
Durch die Verliererrunde bis ins Finale
Nach einer weiteren Niederlage – gegen ein an diesem Abend schlicht zu starkes Team – landeten Pascal und Ralf in der Verliererrunde. Doch dort begann eine beeindruckende Siegesserie.
Spiel um Spiel gewannen die beiden, zogen ins Halbfinale der Verliererrunde ein und setzten sich dort mit 3:1 durch. Ausschlaggebend waren erneut die starke Nervenstärke und eine gute Doppelquote.
Mit diesem Sieg war klar:
Finale erreicht.
Ein weiterer Erfolg bedeutete Platz 6 von 31 gestarteten Doppeln und ein Preisgeld von 80 Euro – ein herausragendes Ergebnis für Turnierneulinge auf diesem Niveau.
Finale mit offener Rechnung – und Happy End
Im Finale kam es zum erneuten Duell gegen das Team, gegen das Pascal und Ralf ihr erstes Spiel verloren hatten. Damals hatte man im Decider unglücklich verloren, nachdem der Gegner aus dem Nichts ein 96er-Finish checkte, während die Kellerratten selbst auf 32 Rest standen.
Diesmal ließen Pascal und Ralf keinen Zweifel aufkommen.
Von Beginn an kontrollierten sie die Partie, stellten konstant auf die Doppel und nutzten ihre Chancen konsequent. Schnell stand es 2:0.
Im dritten Leg stellte Pascal auf Doppel 10 für Ralf. Der erste Pfeil verfehlte noch sein Ziel, doch der zweite saß – Doppel 5, Spiel, Satz und Sieg.
Der Jubel war riesig: Finalsieg und Platz 6.
Fazit: Ein Tag, der Lust auf mehr macht
Das Turnier im Café de Pruuver war hervorragend organisiert:
Sehr gute Boards, passende Räumlichkeiten, eine faire Turnierstruktur mit Gewinner- und Verliererrunde sowie eine gute Versorgung. Jedes Team absolvierte mindestens fünf Spiele.
Schnell war allen klar:
Das war nicht die letzte Teilnahme.
Die Kellerratten müssen sich vor Vereinsspielern nicht verstecken.
Besonders erfreulich:
Vom gewonnenen Preisgeld spendete Pascal 20 Euro und Ralf seine kompletten 40 Euro für die Clubkasse.
Ein besonderer Dank gilt außerdem Konrad, der den Fahrdienst übernahm und das Team sicher nach Hause brachte.
Ein intensiver, erfolgreicher und vor allem erfahrungsreicher Tag für die Klever Kellerratten – und ein wichtiger Schritt in Richtung weiterer Turniere auf höherem Niveau.








